Altern ist kein Schicksal, sondern ein Prozess. In der ORF‑Sendung Treffpunkt Medizin wurde das Thema „Altern“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet — dabei wurde auch eine Runde von Ärztinnen und Ärzten befragt, zu der Dr. Doris Wallentin gehörte. Dieses Format ordnet typische Mythen ein und trennt fundierte Fakten von übertriebenen Versprechungen. Dieser Blogbeitrag fasst die in der Sendung diskutierten 10 Mythen zum Altern kurz zusammen. Am Ende finden Sie einen Videozusammenschnitt der Mythen und des Interviews mit Dr. Wallentin.
Die 10 Mythen zum Altern — kurz bewertet
Mythos 1: „Meine Gene bestimmen allein, wie ich altere.“
Teilweise falsch. Gene spielen eine Rolle, doch der Lebensstil (Ernährung, Schlaf, Bewegung, Stress) beeinflusst die Epigenetik und hat einen großen Effekt auf das Altern.
Mythos 2: „Genetik und Umwelteinflüsse haben mehr Einfluss auf unser Altern als Ernährung und Bewegung.“
Falsch. Eine ausgewogene, bunte Ernährung und regelmäßige Bewegung gehören zu den wichtigsten Stellschrauben, um die Zellalterung zu verlangsamen.
Mythos 3: „Stress hat keinen Einfluss auf den Alterungsprozess.“
Falsch. Chronischer Stress führt zu oxidativem Stress und kann Kollagen schädigen — Stressmanagement ist daher zentral.
Mythos 4: „Hormone sind aktiv am Alterungsprozess beteiligt.“
Richtig. Hormonelle Veränderungen (z. B. Menopause, Testosteronabfall) beeinflussen Haut, Muskel‑ und Knochenstoffwechsel.
Mythos 5: „Viel Sport wirkt Wunder gegen das Altern.“
Teils wahr. Regelmäßige Bewegung hilft dem Körper und der Haut, doch es muss das passende Maß und die individuelle Belastbarkeit berücksichtigt werden.
Mythos 6: „Kosmetika und Supplements sind nur etwas für ältere Menschen.“
Falsch. Die Hautalterung beginnt schon in den 20ern, daher sollte man schon frühzeitig mit Anti-Aging-Produkten starten. Zu Beginn liegt der Fokus auf der Hydratisierung der Haut, später können Fruchtsäure- und Vitamin-A-Produkte sinnvoll werden.
Mythos 7: „Kollagenpulver macht die Haut straff.“
Ein Mythos, denn oral eingenommenes Kollagen wird verdaut. Klinische Studien zeigen nur geringe, teils inkonsistente Effekte. Lokale und medizinische Verfahren sind oft wirksamer.
Mythos 8: „Teure Cremes wirken automatisch besser.“
Nicht zwangsläufig. Entscheidend sind Wirkstoffe, Konzentration und Formulierung — nicht allein der Preis.
Mythos 9: „Botox und Filler sind gefährlich und schädlich.“
Falsch, wenn fachgerecht angewendet. Bei qualifizierten Behandlern sind Botulinumtoxin und Hyaluronsäure sichere Tools, die gezielt eingesetzt natürliche Ergebnisse ermöglichen können.
Mythos 10: „Schönheits‑Eingriffe stoppen das Altern.“
Falsch. Schönheitsoperationen können Zeichen des Alterns korrigieren oder verzögern, ersetzen aber keinen gesunden Lebensstil und sollten wohlüberlegt und fachlich begleitet erfolgen.
Was das Format erklärt
Die Sendung ordnet populäre Behauptungen und neue Trends ein — von Lifestyle‑Ansätzen über Wirkstoffe bis zu medizinischen Therapien. Für Patientinnen und Patienten ist wichtig zu wissen: Es gibt keine einfachen Wundermittel, aber eine Kombination aus Lebensstilmaßnahmen, geprüften Wirkstoffen und gezielten, ärztlich begleiteten Behandlungen kann die Gesundheitsspanne deutlich verbessern.
In ihrer Ordination bietet Dr. Doris Wallentin präventive Beratung und ausgewählte ästhetische Therapien an. Diese Maßnahmen sollen nicht gegen einen gesunden Lebensstil stehen, sondern ihn sinnvoll ergänzen — immer individuell abgestimmt und mit dem Ziel, natürliche Ergebnisse und medizinische Sicherheit zu gewährleisten.
Hinweis: Dieser Beitrag fasst einen redaktionellen TV‑Ausschnitt zusammen. Für individuelle medizinische Empfehlungen vereinbaren Sie bitte ein persönliches Beratungsgespräch in der Ordination von Dr. Doris Wallentin.
